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Vom mechanischen Schnittschutz bis zur chemischen Permeation: Wir finden für jede Hand den richtigen Schutz - nach EN 388 und EN 374.
Die Auswahl des richtigen Handschuhs beginnt beim Verständnis der Prüfwerte. Seit der Neuerung der EN 388 ist insbesondere die Schnittfestigkeit nach dem ISO-Prüfverfahren (TDM, Buchstaben A-F) entscheidend.
Hinweis: Ein "X" an einer Stelle bedeutet, dass das Verfahren nicht anwendbar oder nicht geprüft wurde.
Ein rechtskonformer Handschuhplan ist gemäß DGUV Pflicht. Wir koordinieren diesen Prozess professionell für Sie:
Nitrilbeschichtungen sind die erste Wahl, wenn es um den Schutz gegen Öle, Fette und Kohlenwasserstoffe geht. Durch die hohe Abriebfestigkeit sind diese Handschuhe besonders langlebig.
Polyurethan-Beschichtungen (PU) sind extrem dünn und flexibel. Sie bieten ein Tastgefühl wie eine „zweite Haut“ und sind damit die ideale Lösung für alle Arbeiten, die höchste Präzision erfordern.
Naturlatex ist der Spezialist für feuchte Arbeitsumgebungen. Die Beschichtung bleibt auch bei Kälte extrem flexibel und bietet durch ihre natürliche Saugfähigkeit einen exzellenten Griff auf nassen Oberflächen.
Naturleder (Rind, Schwein oder Ziege) ist unübertroffen, wenn es um Langlebigkeit und mechanischen Schutz geht. Es bietet einen natürlichen Schutz gegen Hitze und Funkenflug und ist dabei vollkommen atmungsaktiv.
Moderne Schnittschutzhandschuhe basieren auf spezialisierten Hochleistungs-Garnen. Diese Fasern bieten extremen Widerstand gegen Schnitte und scharfe Kanten, während sie gleichzeitig leicht und atmungsaktiv bleiben.
Hervorragend gegen Öle und Fette. Ideal für Montage und Maschinenbau.
Maximale Feinfühligkeit. Perfekt für Präzisionsarbeiten und Reinräume.
Hohe Griffsicherheit bei Nässe. Bevorzugt im Bau und Handwerk.
Hochleistungsfasern (HPPE) für den Schutz vor scharfen Kanten.
Persönliche Schutzausrüstung wird je nach Gefahrenpotential in drei Kategorien unterteilt. Dies hilft Ihnen dabei, den passenden Schutzgrad für Ihre spezifischen Arbeitsbedingungen auszuwählen.
Schutz gegen oberflächliche mechanische Verletzungen oder Witterungseinflüsse (nicht extrem).
Schutz gegen mechanische Gefährdungen, die über Kategorie I hinausgehen (z. B. Schnitt- oder Abriebschutz).
Schutz gegen irreversible Gesundheitsschäden oder tödliche Gefahren (z. B. Chemikalien, Stromschläge).
Führen Sie ein flexibles Maßband an der breitesten Stelle (um die Knöchel, ohne Daumen) locker um Ihre geöffnete Hand.
Messen Sie den Abstand von der Handwurzel (erster Knick am Handgelenk) bis zur Spitze Ihres Mittelfingers.
Für maximale Sicherheit und besten Tragekomfort ist die richtige Größe entscheidend. Messen Sie Ihren Handumfang (A) an der breitesten Stelle und Ihre Handlänge (B) von der Handwurzel bis zur Mittelfingerspitze.
| NITRAS Größe | A: Handumfang (cm) | B: Handlänge (cm) |
|---|---|---|
| 6 | 15,2 cm | 16,0 cm |
| 7 | 17,8 cm | 17,1 cm |
| 8 | 20,3 cm | 18,2 cm |
| 9 | 22,9 cm | 19,2 cm |
| 10 | 25,4 cm | 20,4 cm |
| 11 | 27,9 cm | 21,5 cm |
| 12 | 30,4 cm | > 21,5 cm |
Werte basieren auf den offiziellen Spezifikationen der NITRAS Safety Products.
Robuste Beschichtungen für den sicheren Umgang mit Stein, Holz und Metall.
Maximale Feinfühligkeit und Grip für die schnelle Kommissionierung und präzise Montagearbeiten.
Hochleistungs-Schnittschutz (Klasse C-F) für den sicheren Umgang mit scharfkantigen Blechen, Glas oder Metallprofilen.
Ein moderner Handschutz ist mehr als nur die Wahl eines Modells. Wir begleiten Sie von der ersten Gefährdungsbeurteilung bis zur fertigen Dokumentation für Ihre Berufsgenossenschaft.
Wir besuchen Ihren Betrieb, sichten aktuelle Bestände und analysieren die spezifischen Gefährdungen an den Arbeitsplätzen.
Wir wählen aus dem Portfolio unserer Partner (uvex, Mapa, KCL etc.) die technisch optimalen Modelle für Ihre Anforderungen aus.
Ihre Mitarbeiter testen die Favoriten im Echtbetrieb. Nur ein akzeptierter Handschuh wird am Ende auch wirklich getragen.
Sie erhalten eine übersichtliche Dokumentation für die Belegschaft und erfüllen damit alle gesetzlichen Vorgaben.
Qualität im Handschutz zeigt sich im Detail. Hier erklären wir die wichtigsten Begriffe und Zertifizierungen, auf die Sie bei der Auswahl achten sollten.
Dimethylformamid (DMF) ist ein Lösemittel, das bei der Produktion von PU-Beschichtungen verwendet werden kann. DMF-freie Handschuhe sind besonders hautschonend und verhindern allergische Reaktionen sowie Geruchsbelästigungen am Arbeitsplatz.
Dieses Siegel garantiert, dass alle Bestandteile des Handschuhs (Garn, Beschichtung, Nähte) auf Schadstoffe geprüft wurden. Wichtig für Mitarbeiter mit sensibler Haut oder Allergien.
Im Gegensatz zur Penetration (Eindringen durch Löcher) beschreibt Permeation das Durchdringen auf molekularer Ebene. Die **Durchbruchzeit** gibt an, wie lange ein Chemikalienschutzhandschuh einem Stoff standhält.
Gekennzeichnet durch das **Glas-Gabel-Symbol**. Diese Handschuhe geben keine Stoffe an Lebensmittel ab, die die Gesundheit gefährden oder Geschmack/Geruch beeinträchtigen könnten (wichtig für die Lebensmittelindustrie).
Elektrostatische Entladung (Electrostatic Discharge). ESD-Handschuhe leiten elektrische Ladung kontrolliert ab, um empfindliche elektronische Bauteile vor Zerstörung zu schützen.
Gibt die Anzahl der Stricknadeln pro Zoll an. Je höher der Gauge-Wert (z.B. 18gg), desto feiner, dünner und taktiler ist der Handschuh – ideal für höchste Präzision.
Langes Tragen von Handschuhen führt zu Okklusion (Feuchtigkeitsstau). Dies kann Hautirritationen begünstigen. Wir integrieren die passenden Hautschutz- und Hautpflegeprodukte in Ihr Konzept, um Fehlzeiten durch Hauterkrankungen zu minimieren.
Das kommt auf das Modell an. Während Lederhandschuhe nicht waschbar sind, können High-Tech-Modelle wie der NITRAS 8700 ESD laut Anleitung bei bis zu 60° C gereinigt werden.
Rechtlicher Hinweis: Sofern nicht anders vom Hersteller angegeben, beziehen sich die zertifizierten Leistungsstufen auf den Neuzustand. Prüfen Sie zwingend die Waschsymbole in der Herstellerinformation.
Schutzhandschuhe unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Insbesondere Beschichtungen aus Nitril, PU oder Latex können über die Zeit spröde werden.
Achten Sie auf das Sanduhr-Symbol (Verfallsdatum) auf der Verpackung und lagern Sie Handschuhe immer kühl und trocken. Beschädigte Handschuhe müssen sofort ersetzt werden.
Ein "X" bedeutet, dass der Test nicht durchgeführt wurde oder aufgrund des Materials nicht anwendbar ist.
Dies ist oft beim Coupe-Test der Fall, wenn stattdessen der präzisere TDM-Schnittschutztest durchgeführt wurde. Ein "X" ist nicht mit der Leistungsstufe "0" gleichzusetzen.
Sobald mechanische Defekte sichtbar sind, ist die Schutzfunktion nicht mehr garantiert.
Bei Chemikalienschutz ist zudem die "Durchbruchzeit" entscheidend: Nach Kontakt mit Gefahrstoffen muss der Handschuh oft trotz intakter Optik entsorgt werden, da Stoffe durch das Material diffundieren.
Wichtiger Sicherheitshinweis zur Produkthaftung Dieser Guide dient als allgemeine Informationsquelle und Beratungsstütze. Da die Anforderungen je nach spezifischem Einsatzbereich variieren können, ist vor dem Gebrauch zwingend die Original-Gebrauchsanweisung sowie das aktuelle Produktdatenblatt des Herstellers zu prüfen.
Verbindlich für den Einsatz, die Reinigung (z. B. Waschtemperatur) und die Lebensdauer sind ausschließlich die Kennzeichnungen auf dem Handschuh selbst sowie die beigefügte Informationsbroschüre/Anleitung gemäß Verordnung (EU) 2016/425. Nur diese herstellereigenen Angaben sind rechtlich bindend.
Nutzen Sie unsere Expertise und die enge Zusammenarbeit mit unseren Marken-Herstellern für Ihren betrieblichen Handschuhplan.
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